Langäulistrasse Buchs: Allein der gute Wille zählt nicht

Medienmitteilung

Langäulistrasse Buchs: Allein der gute Wille zählt nicht

Grundsätzlich befürworten die Grünliberalen die Verbesserung der Veloinfrastruktur. Im vorliegenden Fall soll zwar viel investiert werden in die Sicherheit, Komfort und Direktheit bleiben für Velofahrende aber auf der Strecke.

Grundsätzlich befürworten die Grünliberalen die Verbesserung der Veloinfrastruktur. Im vorliegenden Fall soll zwar viel investiert werden in die Sicherheit, Komfort und Direktheit bleiben für Velofahrende aber auf der Strecke. Das Argument der höchstmöglichen Sicherheit sollte immer in Abwegung zum Nutzen gewichtet werden, wie dies bei Planungen für den MIV üblich ist.

Die GLP hat in der Mitwirkung alle Kritikpunkte aufgezählt. Dieses Projekt zeigt exemplarisch die Marginalisierung des Veloverkehrs. Bei der Planung von MIV-Fahrbahnen gelten Mindestkurvenradien, welche sich mit der Bedeutung der Strasse entsprechender Geschwindigkeit befahren lassen. Eine 90°-Ecke verlangt nach einer abrupten Bremsung, mit Lastenvelos ist sie ohnehin schwierig zu befahren. Diese 90°-Ecke am Ende des Geh-Radwegs beim Pumpwerk ist auszurunden. Es ist eine Lösung zu suchen, wie dem Veloverkehr bei der Einmündung bzw. Querung der verkehrlich weniger bedeutende Quartierstrasse der Vortritt gewährleistet werden kann.

 

Kein Mix mit Fussverkehr innerorts

Auf den kombinierten Rad-Gehweg ist zugunsten von Radstreifen zu verzichten. Zwischen Velofahrenden und Zufussgehenden kann der Geschwindigkeitsunterschied gross sein. Fussverkehr gilt für Velofahrende als Hindernis, Velos für Zufussgehende als Gefahr. Diese beiden Verkehrsarten sollten nur in Notfällen oder bei geringem Verkehr kombiniert werden, daher sollte auch auf Überbegriffe wir «Langsamverkehr» oder «FVV» verzichtet werden.

Weiter schränkt ein Kombiradgehweg die Flexibiliät ein, nicht überall kann abgebogen werden, Linksabbiegen im fliessenden Verkehr wird verunmöglicht, was zu Wartezeiten am Strassenrand führt.

Velospuren durch Wartebereich an Bushaltestellen sind zu vermeiden. Es ist nicht einzusehen, warum der Veloverkehr wegen haltender Busse behindert werden soll, während der MIV fliessen kann. Die Behinderung ist alleine schon auch durch Wartende gegeben. Ein entspanntes Durchfahren mit 25 bis 30 km/h ist nicht möglich, routinierte Velofahrende wählen die MIV-Fahrbahn.

 

Weiner Tempo

Während für Velofahrende 90°-Ecken vorgesehen sind, wird für den MIV von einer Ausserortsgeschwindigkeit ausgegangen – mit entsprechenem Ausbaustandard. Auch wenn die Strasse aktuell einen Ausserortscharakter aufweist, kann davon ausgegangen werden, dass sich dies in absehbarer Zeit ändern wird. Der so gestaltete Strassenabschnitt lädt zu zügiger Fahrweise ein. Ein weniger breiter Ausbau würde Land und Kosten sparen sowie die Bäume beim Parkplatz Elpro erhalten. Die Pflanzung zusätzlicher Bäume wird hingegen sehr begrüsst. Bäume wachsen leider langsam. Daher ist es bedauerlich, dass Bäume wegen nur weniger cm gefällt werden und durch Jungbäume ersetzt werden sollen.